Ökumenisches Konzert

Tecklenburg –

Unter dem Motto „Woran du dein Herz hängst…“ stand das ökumenische Konzert zum Reformationsjubiläum am Samstagabend in der evangelischen Stadtkirche mit evangelischen und katholischen Musikern und Geistlichen. Auf dem Programm standen Musik aus der Zeit Martin Luthers bis zu aktuellen Kompositionen sowie ausgewählte Texte Luthers.

In seiner Begrüßung sprach Superintendent André Ost von den reformatorischen Errungenschaften Luthers, wie etwa der Erfindung des Gemeindegesangs, aus dem sich bis heute eine vielseitige Kirchenmusiktradition gebildet hat.

Ost gedachte zu Beginn des Konzerts auch der Opfer des tragischen Busunglücks, das sich am 17. September im Rahmen der Reformationsfeierlichkeiten ereignet hatte und lud zum gemeinsamen Gebet ein. Auch das erste Lied des Abends, „Air“ von Johann Sebastian Bach, gefühlvoll gespielt von Nadja Kossinskaja, stand ganz im Zeichen des Gedenkens.

Der gemeinsam gesungene Choral aus dem Buxheimer Orgelbuch, „Christ ist erstanden“, hallte dann kraftvoll durchs Kirchenschiff. So fügten sich Lieder und Texte an diesem Abend zu einem stimmigen Bild in der gut gefüllten Kirche.

Professor Dr. Norbert Ammermann ging in seiner Lesung näher auf Luthers Worte aus dem großen Katechismus ein. Dieser sagt: „Woran du dein Herz hängst und worauf du dich verlässt, ist eigentlich dein Gott und nicht der schnöde Mammon, Geld und Gut.“ Einen Gott haben heißt laut Luther „etwas haben worauf das Herz gänzlich vertraut.

Danach gab es mit der Renaissance Suite I bearbeitet für Querflöte (Gary Woolf) Fagott (Malte Busch) und Orgel (Ulrike Lausberg) wieder einen musikalischen Leckerbissen.

„Eine feste Burg ist unser Gott“, kraftvoll auf der Orgel gespielt von Ulrike Lausberg, war ebenso ein weiterer Höhepunkt des Abends wie Eugen Chrost an der Harfe mit dem Lied von Dietmar Fischenich „Tausend Jahre sind für dich wie ein Tag“.

Mit Luthers Abendsegen und dem „Vater unser“ in Form eines ungarischen Csardas endete nach zwei Stunden ein wundervoller Konzertabend.

Pfarrer Günter Witthake lobte in seiner Rede die gelungene Kommunikation in der Ökumene und bedankte sich bei Pfarrer Björn Thiel, Superintendent André Ost sowie Ulrike Lausberg, die die Idee zu diesem Konzert hatte.

Das Publikum bedankte sich mit stehendem Applaus, der nicht abebben wollte.

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